Befristet vs unbefristet 2026: Was der Vertrag bedeutet
162 Bewerbungen pro Zusage, Durchschnitt 2026.
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Du hast endlich ein Jobangebot auf dem Tisch, aber dann steht da dieses eine Wort: befristet. Und sofort geht der Kopf los. Ist das ein Risiko? Sieht das im Lebenslauf komisch aus? Kann ich damit eine Wohnung bekommen? Und warum fühlt sich ein eigentlich guter Moment plötzlich nach Rechnen, Grübeln und Bauchschmerzen an?
Genau darum geht’s hier. Befristet vs unbefristet klingt trocken, ist aber 2026 für deine Karriere, dein Konto und deine Planung ziemlich wichtig.
Vor allem, weil viele Unternehmen gerade vorsichtiger einstellen. SAP, Siemens, BMW, N26, Trade Republic, Personio oder Delivery Hero schauen genauer auf Budgets, Headcount und Probezeiten. Gleichzeitig wollen sie gute Leute nicht verlieren.
Heißt für dich: Ein befristeter Vertrag ist nicht automatisch schlecht. Ein unbefristeter Vertrag ist nicht automatisch sicher. Entscheidend ist, was drinsteht, wie du verhandelst und welche Story du daraus machst.
Befristet vs unbefristet: Der schnelle Unterschied#
Fangen wir simpel an.
Ein unbefristeter Arbeitsvertrag läuft ohne festes Enddatum. Du startest, hast meist eine Probezeit von bis zu 6 Monaten, und danach läuft der Vertrag weiter, bis du oder der Arbeitgeber kündigt.
Ein befristeter Arbeitsvertrag hat ein Enddatum. Zum Beispiel: Start am 1. April 2026, Ende am 31. März 2027. Danach ist Schluss, außer ihr verlängert oder wandelt ihn in einen unbefristeten Vertrag um.
Wichtig für dich:
- Befristet bedeutet nicht automatisch weniger Rechte.
- Unbefristet bedeutet nicht automatisch Job fürs Leben.
- Dein Gehalt hängt nicht nur an der Vertragsart.
- Planungssicherheit ist bei unbefristet meist besser.
- Karrierechancen können bei befristet trotzdem stark sein.
Der große Unterschied ist also nicht: gut gegen schlecht.
Der echte Unterschied ist: planbarer gegen zeitlich limitiert.
Was bedeutet ein unbefristeter Vertrag 2026?#
Ein unbefristeter Vertrag ist für viele immer noch der Goldstandard. Vor allem, wenn du gerade eine Wohnung suchst, einen Kredit planst oder einfach nicht jedes Jahr wieder Bewerbungen schreiben willst.
Für Arbeitgeber heißt unbefristet: Wir wollen dich langfristig.
Für dich heißt es: Du hast kein automatisches Enddatum im Nacken.
Typische Vorteile:
- Bessere Planbarkeit für Miete, Familie, Kredit und Alltag.
- Stärkeres Signal im Lebenslauf, vor allem bei konservativen Firmen.
- Häufig bessere Chancen auf interne Entwicklung.
- Du kannst entspannter Gehaltsgespräche planen.
- Banken und Vermieter mögen unbefristete Verträge meist lieber.
Gerade bei großen Arbeitgebern wie Siemens, BMW oder SAP kann ein unbefristeter Vertrag stark sein. Dort gibt es oft klare Karrierepfade, Betriebsrat, interne Stellenbörsen und Weiterbildungen.
Beispiel: Ein Software Engineer bei SAP in Walldorf oder Berlin kann 2026 je nach Erfahrung grob bei €65k bis €95k liegen. Ein unbefristeter Vertrag macht es dort leichter, intern auf Senior Rollen, Team Lead oder Product Rollen zu wechseln.
Aber jetzt kommt der Punkt, den viele vergessen: Auch ein unbefristeter Vertrag kann gekündigt werden.
In der Probezeit oft mit kurzer Frist. Nach der Probezeit mit gesetzlicher oder vertraglicher Kündigungsfrist. Wenn ein Unternehmen restrukturiert, hilft unbefristet zwar, aber es ist kein magischer Schutzschild.
Was bedeutet ein befristeter Vertrag 2026?#
Ein befristeter Vertrag endet zu einem festen Datum. Oft nach 6, 12, 18 oder 24 Monaten.
Viele befristete Jobs gibt es wegen:
- Elternzeitvertretung.
- Projektarbeit.
- Budgetfreigabe nur für ein Jahr.
- Unsicherer Auftragslage.
- Einstieg über Trainee oder Graduate Programme.
- Probeähnliche Phase, obwohl das rechtlich etwas anderes ist.
In Deutschland gibt es Befristungen mit Sachgrund und ohne Sachgrund. Ohne Sachgrund darf eine Befristung in vielen Fällen maximal 2 Jahre dauern, inklusive Verlängerungen. Mit Sachgrund kann sie länger laufen, wenn der Grund echt trägt, zum Beispiel Vertretung.
Bitte sieh das nicht als Rechtsberatung. Wenn es um deinen konkreten Vertrag geht und du unsicher bist, lohnt sich ein kurzer Check bei Gewerkschaft, Anwalt oder Beratungsstelle.
Für deine Karriere ist wichtiger: Warum ist die Stelle befristet?
Frag das direkt.
Nicht schüchtern. Nicht zwischen den Zeilen.
Sag einfach:
„Können Sie mir kurz erklären, warum die Stelle befristet ist und wie realistisch eine Übernahme ist?“
Die Antwort sagt dir viel.
Wenn HR schwammig wird, sei vorsichtig. Wenn Hiring Manager konkret sagt: „Die Rolle ist wegen Elternzeit auf 12 Monate befristet, danach gibt es eventuell eine andere Position im Team“, dann kannst du besser rechnen.
Die größten Vorurteile über befristete Verträge#
Viele Jobsuchende hören „befristet“ und denken sofort: zweite Wahl.
Das stimmt nicht immer.
Vorurteil 1: Befristet heißt, die Firma glaubt nicht an mich
Nicht unbedingt.
Bei Personio oder Delivery Hero kann eine befristete Stelle mit einem konkreten Projekt zusammenhängen. Zum Beispiel HR Operations, Recruiting Coordination oder Data Cleanup nach einer Umstrukturierung.
Vielleicht braucht das Team dich dringend, darf aber nur temporär einstellen.
Das ist nicht ideal, aber es ist nicht automatisch ein schlechtes Zeichen.
Vorurteil 2: Befristet sieht im CV schlecht aus
Kommt drauf an.
Ein einzelner 12 Monate Vertrag bei Siemens, BMW oder N26 kann im Lebenslauf sogar stark wirken, wenn du dort sichtbare Ergebnisse lieferst.
Schlecht sieht es aus, wenn du 6 befristete Mini Stationen ohne roten Faden hast und jede nach 4 Monaten endet.
Dann musst du deine Story sauber bauen.
Zum Beispiel:
„Ich habe bewusst projektbasierte Rollen gewählt, um Erfahrung in FinTech, HR Tech und Mobility zu sammeln.“
Das klingt besser als:
„War halt immer befristet.“
Vorurteil 3: Befristet zahlt schlechter
Manchmal ja, manchmal nein.
Bei befristeten Projektrollen kannst du sogar stärker verhandeln, weil die Firma schnell jemanden braucht.
Beispielgehälter 2026 in Deutschland und EU, grob:
- Junior HR Generalist bei Personio in München: etwa €45k bis €58k.
- Operations Manager bei Delivery Hero in Berlin: etwa €55k bis €75k.
- Data Analyst bei Trade Republic in Berlin: etwa €60k bis €85k.
- Software Engineer bei N26 in Berlin: etwa €65k bis €95k.
- Mechanical Engineer bei BMW in München: etwa €65k bis €90k.
- Project Manager bei Siemens in Erlangen oder München: etwa €70k bis €100k.
Wenn die Stelle befristet ist, kannst du argumentieren:
„Da die Position auf 12 Monate angelegt ist und ich weniger Planungssicherheit habe, würde ich ein Gehalt am oberen Ende des Rahmens erwarten.“
Das ist fair. Und professionell.
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Die wichtigsten Vertragsdetails, die du prüfen solltest#
Bitte unterschreib nicht nur, weil der Jobtitel gut klingt.
Nimm dir 30 Minuten und prüf den Vertrag. Gerade bei befristeten Stellen können kleine Sätze große Folgen haben.
1. Startdatum und Enddatum
Klingt banal, ist aber zentral.
Steht ein klares Enddatum drin? Zum Beispiel „endet am 31.12.2026“?
Dann weißt du, wann du spätestens wieder aktiv werden musst.
Tipp: Setz dir direkt einen Kalender Reminder 4 Monate vor Ende.
Nicht erst 3 Wochen vorher. Vier Monate vorher fragst du intern nach Übernahme und startest parallel leise deinen Marktcheck.
2. Probezeit
Auch befristete Verträge können eine Probezeit haben.
Bei einem 12 Monate Vertrag sind 6 Monate Probezeit schon sportlich. Du solltest wissen, wie lang sie ist und welche Kündigungsfrist gilt.
Wenn du 12 Monate befristet bist und davon 6 Monate Probezeit hast, trägt die Firma wenig Risiko. Du dafür mehr.
Das kannst du in der Verhandlung nutzen.
3. Kündigungsmöglichkeit vor Ablauf
Ein befristeter Vertrag endet normalerweise zum Enddatum. Aber ob vorher ordentlich gekündigt werden kann, muss im Vertrag geregelt sein.
Wenn keine ordentliche Kündigung vorgesehen ist, kann das für beide Seiten bindender sein.
Das kann gut oder schlecht sein.
Gut, wenn du Sicherheit willst. Schlecht, wenn du nach 3 Monaten ein besseres Angebot bekommst und nicht sauber rauskommst.
4. Verlängerungsklauseln
Achte darauf, ob etwas zur Verlängerung steht.
Manche Verträge sagen nur: endet automatisch.
Andere formulieren, dass eine Verlängerung möglich ist. Das ist kein Versprechen, aber wenigstens ein Hinweis.
Verlass dich aber nie nur auf „möglich“.
Frag im Gespräch:
„Wann wird über eine Verlängerung entschieden, und wer trifft die Entscheidung?“
5. Urlaub und Bonus
Befristet heißt nicht: weniger Urlaub.
Wenn Vollzeit und 12 Monate, gelten normale Urlaubsansprüche wie bei anderen auch. Wenn du nur 6 Monate arbeitest, wird anteilig gerechnet.
Bei Boni musst du genau hinschauen.
Fragen:
- Bekomme ich Bonus anteilig?
- Muss ich zu einem bestimmten Datum noch angestellt sein?
- Gilt der Bonus auch bei befristeten Verträgen?
- Gibt es Equity oder virtuelle Anteile, etwa bei Startups wie N26, Trade Republic oder Personio?
- Was passiert mit Sonderzahlungen, wenn der Vertrag ausläuft?
6. Benefits
Manche Firmen geben befristeten Mitarbeitenden dieselben Benefits, manche nicht.
Frag konkret nach:
- Deutschlandticket oder Mobilitätsbudget.
- Homeoffice Ausstattung.
- Weiterbildungsbudget.
- Bonus.
- Betriebliche Altersvorsorge.
- Aktienprogramme.
- Essenszuschuss.
- Kita Zuschuss.
- Remote Work aus dem EU Ausland.
Gerade bei kurzen Verträgen ist Weiterbildung wichtig. Wenn du nach 12 Monaten gehst, willst du mehr mitnehmen als nur ein Gehalt.
Wann ein befristeter Vertrag richtig sinnvoll sein kann#
Ja, wirklich. Befristet kann ein guter Move sein.
Nicht immer. Aber öfter, als viele denken.
1. Du willst in eine starke Firma rein
Wenn du aktuell schwer bei SAP, BMW, Siemens oder Trade Republic reinkommst, kann ein befristeter Vertrag ein Türöffner sein.
Ein Jahr bei einer bekannten Firma kann deinen CV deutlich pushen.
Beispiel:
Du kommst aus einem kleinen Mittelständler und bekommst eine 12 Monate Rolle als Project Coordinator bei Siemens für €58k.
Vielleicht ist das befristet. Aber danach hast du Siemens Erfahrung, Stakeholder Management, Prozesse, Tools und einen stärkeren Namen im Lebenslauf.
Das kann sich lohnen.
2. Du wechselst Branche oder Rolle
Wenn du von Customer Support zu Customer Success willst, von Office Management zu People Operations oder von Controlling zu Data Analytics, ist befristet manchmal realistischer.
Firmen gehen bei Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern eher ein Risiko ein, wenn der Vertrag zeitlich begrenzt ist.
Für dich kann das der erste Schritt in eine bessere Richtung sein.
3. Du brauchst schnell einen Job
Wenn du arbeitslos bist oder dein aktueller Job dich auffrisst, kann ein befristeter Vertrag Druck rausnehmen.
Lieber 12 Monate stabil arbeiten, Geld verdienen und aus der Position heraus suchen, als 5 Monate ohne Einkommen auf den perfekten unbefristeten Job warten.
Natürlich musst du rechnen.
Aber Karriere ist nicht nur Optik. Manchmal brauchst du erstmal wieder Boden unter den Füßen.
4. Das Gehalt ist deutlich besser
Wenn dein aktueller Job €48k zahlt und dir ein befristeter Job €68k bietet, ist das ein großer Sprung.
Selbst wenn er nur 12 Monate läuft, hast du:
- Mehr Einkommen.
- Eine neue Gehaltsbasis.
- Bessere Verhandlungsposition für den nächsten Job.
- Neue Erfahrung.
- Eventuell eine Übernahmechance.
Wichtig: Leg einen Teil zur Seite. Bei befristet brauchst du Puffer.
Wann du bei befristet vorsichtig sein solltest#
Nicht jeder befristete Vertrag ist clever.
Es gibt Situationen, in denen du hart nachfragen solltest.
1. Es gibt keine klare Begründung
Wenn HR sagt: „Das machen wir immer so“, ist das kein starkes Zeichen.
Besonders kritisch, wenn:
- Die Rolle dauerhaft klingt.
- Es keine Projektlogik gibt.
- Niemand etwas zur Übernahme sagen will.
- Die Probezeit lang ist.
- Das Gehalt eher niedrig ist.
Dann trägt die Firma wenig Risiko, du aber viel.
2. Du brauchst maximale Stabilität
Wenn du gerade eine Wohnung in München suchst, ein Kind bekommst oder einen Kredit planst, kann befristet unpraktisch sein.
Vermieter sehen unbefristete Verträge lieber. Banken auch.
Ein €75k befristeter Vertrag kann für manche Vermieter weniger attraktiv wirken als ein €62k unbefristeter Vertrag.
Unfair? Vielleicht. Realistisch? Ja.
3. Du hast schon viele kurze Stationen
Wenn dein Lebenslauf bereits sehr sprunghaft wirkt, solltest du vorsichtig sein.
Noch ein 6 Monate Vertrag kann Fragen auslösen.
Nicht automatisch ein Killer, aber du brauchst eine gute Erklärung.
Zum Beispiel:
„Die letzten zwei Rollen waren projektbasiert. Jetzt suche ich bewusst eine langfristige Position.“
Das solltest du dann auch wirklich tun.
4. Das Gehalt kompensiert das Risiko nicht
Befristet für weniger Geld als dein aktueller Job? Schwierig.
Es kann Gründe geben, etwa Branche wechseln oder bessere Lernkurve. Aber dann muss der Nutzen klar sein.
Frag dich:
- Bringt mich die Rolle sichtbar weiter?
- Ist die Firma als Referenz stark?
- Lerne ich Skills, die am Markt gefragt sind?
- Ist die Übernahme realistisch?
- Habe ich finanziellen Puffer?
Wenn du bei drei Punkten nein sagst, lieber nochmal schlafen.
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Wie du befristet im Vorstellungsgespräch ansprichst#
Viele trauen sich nicht, über Befristung zu sprechen. Bitte tu es.
Du wirkst nicht schwierig. Du wirkst erwachsen.
Hier sind gute Fragen:
Fragen an HR
- „Warum ist die Position befristet?“
- „Gibt es einen Sachgrund, zum Beispiel Elternzeitvertretung oder Projektbudget?“
- „Wie oft wurden ähnliche Rollen in der Vergangenheit verlängert?“
- „Wann würde über eine Übernahme entschieden?“
- „Gelten dieselben Benefits wie für unbefristete Mitarbeitende?“
- „Wie lang ist die Probezeit?“
- „Ist eine ordentliche Kündigung vor Vertragsende möglich?“
Fragen an den Hiring Manager
- „Welche Ergebnisse erwarten Sie in den ersten 6 Monaten?“
- „Welche Projekte müsste ich erfolgreich liefern, damit eine Verlängerung sinnvoll ist?“
- „Gibt es im Team langfristigen Bedarf für diese Rolle?“
- „Wie sieht die Budgetplanung für 2027 aus?“
- „Welche Stakeholder entscheiden über eine mögliche Übernahme?“
Die beste Frage ist diese:
„Was müsste passieren, damit Sie nach 9 Monaten sagen: Wir wollen dich unbedingt behalten?“
Diese Frage ist Gold.
Denn dann bekommst du die eigentlichen Erwartungen auf den Tisch.
Wie du befristet clever verhandelst#
Ein befristeter Vertrag ist kein Grund, alles zu akzeptieren.
Du kannst verhandeln. Besonders, wenn du gute Skills hast.
1. Mehr Gehalt wegen weniger Sicherheit
Sag es freundlich und klar:
„Ich finde die Rolle sehr spannend. Da der Vertrag befristet ist und ich damit weniger Planungssicherheit habe, sehe ich mein Zielgehalt bei €72k.“
Das ist nicht gierig. Das ist logisch.
2. Kürzere Probezeit
Bei 12 Monaten Befristung kannst du fragen:
„Wäre eine Probezeit von 3 Monaten möglich, da der Vertrag ohnehin auf 12 Monate begrenzt ist?“
Manche Firmen sagen nein. Manche gehen mit.
Fragen kostet nichts, solange du ruhig bleibst.
3. Schriftlicher Review Termin
Du kannst bitten, einen festen Review Punkt aufzunehmen oder zumindest per Mail zu bestätigen.
Zum Beispiel nach 6 oder 9 Monaten.
„Können wir festhalten, dass nach 6 Monaten ein Gespräch zur möglichen Verlängerung stattfindet?“
Selbst wenn es nicht im Vertrag steht, hast du eine klare Erwartung.
4. Weiterbildung sichern
Wenn die Rolle befristet ist, willst du Skills aufbauen.
Frag nach:
- Zertifikaten.
- Konferenzbudget.
- Sprachkursen.
- Fachtrainings.
- LinkedIn Learning, Coursera oder Udemy Budget.
- Internem Mentoring.
Ein €1.500 Weiterbildungsbudget kann nach 12 Monaten mehr wert sein als ein Obstkorb und ein Hoodie.
5. Bonus anteilig klären
Wenn du im April startest und der Bonus im März des Folgejahres gezahlt wird, willst du wissen, ob du dabei bist.
Nicht später wundern. Vorher fragen.
Befristet im Lebenslauf: So formulierst du es gut#
Du musst „befristet“ nicht fett in den CV schreiben.
Du kannst die Station normal darstellen:
Project Manager, Siemens, München, 04/2026 bis 03/2027
Darunter Ergebnisse.
Nicht erklären, nicht entschuldigen.
Zum Beispiel:
- „Koordination eines SAP S/4HANA Teilprojekts mit 8 Stakeholder Gruppen.“
- „Reduktion manueller Reporting Aufwände um 25 Prozent.“
- „Einführung eines wöchentlichen Steering Updates für Management und Fachabteilungen.“
Wenn du im Gespräch gefragt wirst, sag:
„Die Rolle war von Anfang an als 12 Monate Projektvertrag angelegt. Ich habe die Ziele erreicht und suche jetzt eine langfristige Position mit ähnlicher Verantwortung.“
Fertig.
Nicht defensiv werden.
Wenn du mehrere befristete Jobs hattest
Dann brauchst du eine Klammer.
Beispiel:
„Ich habe in den letzten drei Jahren bewusst projektbasierte Rollen in schnell wachsenden Tech Firmen übernommen, unter anderem bei N26 und Personio. Jetzt möchte ich diese Erfahrung langfristig in einer stabilen Rolle einbringen.“
Das klingt aktiv.
Und es zeigt Richtung.
Unbefristet ist nicht immer besser: Der ehrliche Vergleich#
Viele nehmen automatisch unbefristet, auch wenn der Job sie null begeistert.
Das kann ein Fehler sein.
Stell dir zwei Angebote vor:
Angebot A
Unbefristet, mittelgroßer Arbeitgeber, €54k, wenig Entwicklung, 4 Tage Büro, unklare Führung.
Angebot B
12 Monate befristet bei Trade Republic, €72k, starke Lernkurve, moderne Tools, gute Marke, aber keine sichere Übernahme.
Was ist besser?
Kommt auf deine Lage an.
Wenn du Familie, Kredit und wenig Puffer hast, vielleicht A.
Wenn du flexibel bist, ambitioniert und deine FinTech Erfahrung aufbauen willst, vielleicht B.
Du solltest nicht nur auf Vertragsart schauen, sondern auf das Gesamtpaket.
Deine Entscheidungscheckliste#
Bevor du unterschreibst, geh diese Punkte durch.
Sicherheit
- Habe ich 3 bis 6 Monate finanziellen Puffer?
- Brauche ich bald eine Wohnung oder einen Kredit?
- Wie stressig wäre erneute Jobsuche in 9 Monaten?
- Gibt es eine realistische Übernahmechance?
Karriere
- Ist die Firma stark für meinen Lebenslauf?
- Lerne ich marktfähige Skills?
- Passt die Rolle zu meinem nächsten Karriereschritt?
- Kann ich Erfolge messbar machen?
- Gibt es gute Führung oder Mentoring?
Geld
- Ist das Gehalt höher wegen Befristung?
- Sind Bonus und Benefits klar?
- Wie viel kann ich monatlich zurücklegen?
- Gibt es Weiterbildung?
- Was kostet mich ein möglicher Leerlauf danach?
Vertrag
- Sind Start und Ende klar?
- Wie lang ist die Probezeit?
- Ist vorzeitige Kündigung möglich?
- Ist der Befristungsgrund nachvollziehbar?
- Gibt es einen Review Termin?
Wenn du bei Sicherheit sehr viele rote Flaggen hast, sei vorsichtig.
Wenn Karriere, Geld und Marke stark sind, kann befristet ein smarter Schritt sein.
Was 2026 besonders wichtig wird#
Der Arbeitsmarkt ist 2026 nicht überall gleich.
In Tech, Finance und Startups wird genauer geplant. Firmen wie N26, Trade Republic, Personio oder Delivery Hero können Rollen öffnen, pausieren, umschneiden oder befristet ausschreiben, je nach Funding, Profitabilität und Teamplanung.
In Industrie und Konzernen wie BMW, Siemens oder SAP gibt es oft stabilere Strukturen, aber auch dort laufen Programme, Projekte und Transformationen mit zeitlicher Begrenzung.
Für dich heißt das:
- Du musst genauer nachfragen.
- Du solltest deine Unterlagen stark positionieren.
- Du brauchst eine klare Gehaltslogik.
- Du solltest nie nur wegen „unbefristet“ ja sagen.
- Du solltest bei „befristet“ nicht automatisch absagen.
Die beste Entscheidung ist nicht die bequemste. Es ist die, die zu deiner aktuellen Lebensphase passt.
Mein praktischer Rat#
Wenn du befristet angeboten bekommst, mach nicht sofort Drama im Kopf.
Mach stattdessen diese 5 Schritte:
- Frag nach dem Grund.
- Prüfe Vertrag, Probezeit, Kündigung und Benefits.
- Verhandle Gehalt oder Probezeit.
- Setz dir einen Reminder 4 Monate vor Ende.
- Bau ab Tag 1 messbare Erfolge für CV und LinkedIn.
Und wenn du unbefristet angeboten bekommst, prüf trotzdem kritisch:
- Ist die Rolle wirklich gut?
- Ist die Führung okay?
- Passt das Gehalt?
- Lerne ich genug?
- Will ich dort mindestens 2 Jahre bleiben?
Unbefristet ist schön. Aber ein schlechter unbefristeter Job kann dich mehr kosten als ein guter befristeter.
Fazit: Was der Vertrag wirklich bedeutet#
Befristet vs unbefristet ist 2026 keine einfache Gut oder Schlecht Frage.
Ein unbefristeter Vertrag gibt dir mehr Planungssicherheit und wirkt oft stärker gegenüber Vermietern, Banken und konservativen Arbeitgebern.
Ein befristeter Vertrag kann dir bessere Marken, schnelleres Lernen, höheres Gehalt und einen Einstieg in spannende Firmen bringen.
Der wichtigste Punkt ist: Du musst die Bedingungen verstehen, bevor du unterschreibst.
Nicht hoffen. Fragen.
Nicht kleinmachen. Verhandeln.
Nicht passiv warten. Nach 6 bis 9 Monaten aktiv Übernahme oder nächsten Schritt planen.
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