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Jobportale Deutschland 2026: Welche sich wirklich lohnen

JobRise Team15 min read

162 Bewerbungen pro Zusage, Durchschnitt 2026.

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Du suchst gerade Jobs, öffnest fünf Tabs, lädst deinen Lebenslauf zum dritten Mal hoch und fragst dich: Warum fühlt sich Jobsuche in Deutschland 2026 immer noch an wie Steuererklärung mit schlechter Suchfunktion?

Viele Jobportale versprechen dir „tausende neue Jobs“, „Top-Arbeitgeber“ und „passende Empfehlungen“. In der Praxis bekommst du aber oft Werkstudentenstellen, obwohl du Senior bist, Sales-Jobs, obwohl du Data Analyst suchst, oder Stellenanzeigen, die seit acht Wochen tot sind.

Die gute Nachricht: Du musst nicht überall gleichzeitig suchen. Wenn du weißt, welches Portal wofür stark ist, sparst du Zeit, Nerven und bekommst schneller Interviews.

Jobportale in Deutschland 2026: Die kurze Wahrheit#

Es gibt nicht das eine beste Jobportal für alle.

Ein Software Engineer in Berlin braucht andere Plattformen als eine Controllerin in München, ein Berufseinsteiger in Köln oder eine Pflegefachkraft in Hamburg.

2026 lohnt sich vor allem eine Mischung aus:

  1. großen Generalisten für Reichweite
  2. spezialisierten Portalen für bessere Treffer
  3. LinkedIn oder XING für Recruiter-Kontakt
  4. Karriereseiten echter Firmen
  5. einem sauberen ATS-freundlichen Lebenslauf

Gerade der letzte Punkt wird brutal unterschätzt. Du kannst auf StepStone, Indeed und LinkedIn perfekt suchen, aber wenn dein CV vom Bewerbermanagementsystem nicht sauber gelesen wird, verlierst du Interviews, bevor ein Mensch dich sieht.

Die besten Jobportale 2026 im schnellen Vergleich#

Hier ist die ehrliche Einordnung, ohne Marketing-Gewäsch.

1. StepStone: Stark für Professionals und Corporate-Jobs

StepStone bleibt 2026 eines der wichtigsten Portale in Deutschland.

Wenn du nach Jobs bei Konzernen, Mittelstand, Beratungen oder etablierten Firmen suchst, solltest du StepStone im Mix haben. Besonders gut funktioniert es für Rollen wie:

  1. Projektmanager
  2. Controller
  3. Sales Manager
  4. Software Developer
  5. HR Manager
  6. Ingenieur
  7. Product Manager

Viele Unternehmen zahlen ordentlich für StepStone-Anzeigen. Das heißt meistens: Die Stelle ist ernst gemeint und hat Budget.

Bei Firmen wie Siemens, BMW, SAP oder großen Beratungen findest du dort regelmäßig Positionen mit Gehältern zwischen €55k und €95k, je nach Erfahrung und Standort.

Der Nachteil: Viele Bewerber wissen das auch. Du konkurrierst also oft mit sehr vielen Kandidaten.

Wann StepStone sich lohnt

StepStone ist stark, wenn du:

  1. mindestens 2 Jahre Berufserfahrung hast
  2. in einem klassischen Bürojob suchst
  3. Gehälter ab etwa €45k anpeilst
  4. dich bei bekannten Arbeitgebern bewerben willst
  5. nicht nur Startups sehen möchtest

Mein Tipp: Nutze StepStone nicht nur als Suchmaschine. Lege dir ein Profil an, lade deinen Lebenslauf hoch und aktiviere Jobagenten mit sehr genauen Keywords.

Schlecht: „Marketing“.

Besser: „Performance Marketing Manager B2B SaaS Berlin“ oder „Senior Controller IFRS München“.

2. Indeed: Riesige Masse, aber du musst filtern#

Indeed ist wie ein großer Flohmarkt.

Du findest fast alles, aber du musst wirklich sortieren. Dort landen Jobs von Firmenwebseiten, Agenturen, Personaldienstleistern und direkten Arbeitgebern.

Das ist gut, weil du viele Anzeigen siehst. Es ist nervig, weil die Qualität stark schwankt.

Indeed lohnt sich besonders für:

  1. Einstiegsjobs
  2. Quereinsteiger-Rollen
  3. Teilzeitjobs
  4. operative Jobs
  5. Gastro, Retail, Logistik
  6. Kundenservice
  7. einfache Bewerbungsprozesse

Für einen Customer Support Job in Berlin bei einem Fintech wie N26 oder Trade Republic kannst du Angebote zwischen €34k und €48k finden. Für Operations-Rollen bei Delivery Hero liegen viele Einstiegsgehälter etwa bei €38k bis €55k.

Die größte Indeed-Falle

Viele klicken einfach auf „Schnell bewerben“ und hoffen.

Bitte nicht blind.

Bei Indeed sind manche Anzeigen doppelt, alt oder von Vermittlern kopiert. Klick immer auf die Firmenwebsite, wenn möglich. Wenn du dieselbe Stelle direkt bei Personio, Siemens oder BMW findest, bewirb dich dort direkt.

Warum?

Weil direkte Bewerbungen oft sauberer im System landen und du weniger Risiko hast, in irgendeinem Sammelpool zu verschwinden.

3. LinkedIn Jobs: Pflicht für White-Collar und Tech#

LinkedIn ist 2026 für viele Jobs fast unverzichtbar.

Nicht nur wegen der Stellenanzeigen, sondern wegen der Menschen dahinter. Recruiter suchen aktiv nach Kandidaten, Hiring Manager posten offene Rollen, Mitarbeitende teilen interne Jobs.

Besonders stark ist LinkedIn für:

  1. Tech
  2. Product
  3. Marketing
  4. Sales
  5. Consulting
  6. Finance
  7. HR
  8. Startup-Jobs
  9. internationale Rollen

Bei SAP, Personio, N26, Trade Republic und Delivery Hero laufen viele Recruiting-Aktivitäten sichtbar über LinkedIn.

Wenn du als Product Manager in Berlin suchst, sind Gehälter von €65k bis €100k realistisch. Als Senior Software Engineer in München oder Berlin siehst du je nach Stack und Firma oft €75k bis €120k.

Was LinkedIn besser macht als klassische Jobbörsen

LinkedIn zeigt dir Kontext.

Du siehst:

  1. wer dort arbeitet
  2. ob du Kontakte im Unternehmen hast
  3. wer die Anzeige gepostet hat
  4. welche Skills gefragt sind
  5. ob viele Bewerbungen eingehen
  6. welche ähnlichen Jobs passen könnten

Das ist Gold wert.

Wenn du dich bewirbst, schreib parallel eine kurze Nachricht an die Recruiterin oder den Hiring Manager. Kein Roman, einfach freundlich und konkret.

Beispiel:

„Hi Anna, ich habe mich gerade auf die Product Manager Rolle bei Personio beworben. Besonders spannend finde ich eure Arbeit an HR-Automation für KMU. Ich bringe 4 Jahre B2B SaaS Product Erfahrung mit und wollte kurz persönlich Hallo sagen.“

Das reicht schon. Du hebst dich ab, ohne nervig zu sein.

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4. XING: Nicht tot, nur anders#

Viele sagen seit Jahren, XING sei tot. Stimmt so nicht.

XING ist weniger hip als LinkedIn, aber in Deutschland immer noch relevant, besonders im Mittelstand, in traditionellen Branchen und bei Recruitern, die DACH-Kandidaten suchen.

Stark ist XING für:

  1. HR
  2. Vertrieb
  3. Finance
  4. Engineering
  5. Mittelstand
  6. regionale Jobs
  7. Fachkräfte mit Berufserfahrung

Wenn du zum Beispiel als Maschinenbauingenieur in Stuttgart oder Nürnberg suchst, kann XING dir Kontakte bringen, die du auf LinkedIn nicht bekommst.

Bei mittelständischen Industrieunternehmen liegen Gehälter für erfahrene Ingenieure oft zwischen €60k und €85k. Teamleiterrollen können auch bei €90k bis €110k liegen.

So nutzt du XING sinnvoll

Du musst dort nicht täglich posten.

Mach lieber diese Dinge sauber:

  1. Profil vollständig ausfüllen
  2. Jobtitel klar benennen
  3. gewünschte Rollen eintragen
  4. Gehaltswunsch realistisch angeben
  5. Recruiter-Sichtbarkeit aktivieren
  6. Skills mit deutschen Begriffen ergänzen

Viele suchen auf XING noch auf Deutsch. Also nicht nur „Account Executive“, sondern auch „Vertriebsmanager“ oder „Key Account Manager“.

5. Bundesagentur für Arbeit: Unsexy, aber unterschätzt#

Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit wird gerne belächelt.

Klar, sie ist nicht so elegant wie LinkedIn. Aber sie ist für bestimmte Jobs extrem nützlich.

Besonders für:

  1. Ausbildung
  2. öffentliche Verwaltung
  3. soziale Berufe
  4. Pflege
  5. Handwerk
  6. regionale Jobs
  7. Quereinstieg
  8. Teilzeit
  9. Jobs außerhalb großer Städte

Wenn du nicht in Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt suchst, lohnt sich ein Blick definitiv.

Viele kleinere Arbeitgeber veröffentlichen dort, weil es kostenlos oder günstig ist. Gerade regionale Firmen, soziale Träger und öffentliche Einrichtungen sind dort gut vertreten.

Für wen die BA-Jobbörse stark ist

Wenn du zum Beispiel als Erzieherin, Pflegefachkraft, Verwaltungsangestellter, Elektroniker oder Mechatroniker suchst, kann die Jobbörse der Bundesagentur sehr gute Treffer liefern.

Gehälter schwanken stark. Pflegefachkräfte liegen je nach Träger, Schichtzulagen und Region oft bei €38k bis €55k. Fachkräfte im Handwerk können mit Erfahrung ebenfalls €40k bis €60k erreichen.

Und ja, die Suche wirkt manchmal altmodisch. Aber lieber eine hässliche Seite mit echten Jobs als eine schöne App mit Karteileichen.

6. Monster: Weniger laut, aber nicht komplett raus#

Monster war früher viel präsenter.

2026 ist es in Deutschland nicht mehr für jeden die erste Wahl. Trotzdem kann es sich lohnen, vor allem wenn du deinen Lebenslauf für Recruiter sichtbar machen willst.

Stark ist Monster teilweise für:

  1. Sales
  2. IT
  3. Administration
  4. Kundenservice
  5. Fach- und Führungskräfte
  6. Personaldienstleister-Rollen

Der Vorteil: Weniger Bewerber können manchmal besser sein. Wenn eine Stelle dort online ist und nicht auf allen anderen Portalen erscheint, hast du eventuell weniger Konkurrenz.

Der Nachteil: Die Trefferqualität ist nicht immer top. Du brauchst etwas Geduld.

7. Jobware: Gut für Fach- und Führungskräfte#

Jobware ist weniger bekannt als StepStone oder Indeed, aber für bestimmte Profile interessant.

Vor allem Fach- und Führungskräfte finden dort solide Anzeigen. Viele Jobs kommen aus Mittelstand, Industrie, Verwaltung und klassischen Business-Funktionen.

Geeignet für:

  1. Controlling
  2. Engineering
  3. Einkauf
  4. Vertrieb
  5. IT
  6. Management
  7. öffentlicher Dienst

Wenn du schon mehrere Jahre Erfahrung hast und nicht nur Startups suchst, nimm Jobware in deine wöchentliche Routine auf.

Ein Senior Controller in Düsseldorf, Frankfurt oder München kann dort Rollen zwischen €70k und €95k finden. Einkaufsleiter im Mittelstand liegen oft bei €80k bis €120k.

8. Honeypot, Instaffo und ähnliche Tech-Portale#

Wenn du in Tech arbeitest, solltest du 2026 nicht nur über klassische Jobbörsen gehen.

Plattformen wie Honeypot oder Instaffo drehen den Prozess teilweise um. Du legst ein Profil an, Firmen bewerben sich bei dir.

Das ist besonders spannend für:

  1. Software Engineers
  2. DevOps Engineers
  3. Data Engineers
  4. Data Scientists
  5. Security Engineers
  6. Product Manager
  7. UX Designer

Der Vorteil: Du bekommst oft Gehaltsinfos früher und sparst dir viele Standardbewerbungen.

Bei Tech-Rollen in Deutschland sind 2026 grobe Spannen:

  1. Junior Developer: €45k bis €60k
  2. Mid-Level Developer: €60k bis €80k
  3. Senior Developer: €80k bis €115k
  4. Staff Engineer: €110k bis €140k
  5. Engineering Manager: €100k bis €150k

Natürlich hängt viel von Stadt, Firma, Stack und Verhandlung ab. SAP in Walldorf zahlt anders als ein kleines SaaS-Startup in Leipzig. Trade Republic oder N26 zahlen anders als ein traditioneller Mittelständler.

9. Otta, Wellfound und Startup-Plattformen#

Wenn du gezielt Startups suchst, sind klassische Portale oft zu breit.

Otta und Wellfound können spannend sein, besonders für internationale Startups oder Remote-Rollen. In Deutschland findest du natürlich auch viele Startup-Jobs direkt auf LinkedIn.

Typische Rollen:

  1. Growth Manager
  2. Product Manager
  3. Customer Success Manager
  4. Account Executive
  5. Founder Associate
  6. Data Analyst
  7. Operations Manager

Achtung bei Startup-Gehältern: Titel klingen manchmal riesig, Budget ist aber kleiner.

Ein „Head of Growth“ in einem 12-Personen-Startup kann €55k bekommen. Ein Senior Growth Manager bei einem späteren Unternehmen in Berlin kann €80k bis €110k verdienen.

Frag immer früh nach Gehaltsrahmen. Nicht erst im dritten Gespräch.

10. Karriereseiten der Unternehmen: Langweilig, aber stark#

Viele unterschätzen Firmen-Karriereseiten.

Wenn du weißt, dass du zu SAP, BMW, Siemens, Personio, N26, Trade Republic oder Delivery Hero willst, geh direkt auf deren Karriereseite.

Warum?

  1. Jobs sind dort meist aktueller
  2. Filter sind auf interne Strukturen angepasst
  3. deine Bewerbung landet direkt im ATS
  4. du siehst oft Teams und Standorte genauer
  5. manche Jobs stehen dort früher als auf Portalen

Gerade große Firmen haben interne Systeme, Workday, SuccessFactors, Greenhouse, Lever oder Personio. Dein Lebenslauf wird dort automatisch gelesen und strukturiert.

Wenn deine Datei chaotisch ist, Tabellen spinnen, Icons nicht erkannt werden oder die Skills falsch ausgelesen werden, kann das Probleme machen.

Nicht dramatisieren, aber ernst nehmen.

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Welche Jobportale lohnen sich für welche Jobs?#

Damit du nicht alles gleichzeitig machen musst, hier ein praktischer Plan nach Profil.

Für Berufseinsteiger

Nutze:

  1. Indeed
  2. LinkedIn
  3. StepStone
  4. Bundesagentur für Arbeit
  5. Firmen-Karriereseiten

Achte auf Begriffe wie:

  1. Junior
  2. Trainee
  3. Associate
  4. Entry Level
  5. Graduate Program
  6. Werkstudent, wenn du noch studierst

Gute Einstiegsgehälter 2026:

  1. BWL Bachelor in München: €42k bis €52k
  2. Junior Marketing in Berlin: €36k bis €48k
  3. Junior Software Developer: €45k bis €60k
  4. Trainee bei Konzern: €45k bis €58k
  5. Customer Success bei SaaS-Firma: €38k bis €52k

Für erfahrene Professionals

Nutze:

  1. StepStone
  2. LinkedIn
  3. XING
  4. Jobware
  5. direkte Karriereseiten

Du solltest stark auf Keywords achten.

Wenn du „Projektmanager“ bist, reicht das nicht. Besser:

  1. IT Projektmanager
  2. SAP Projektmanager
  3. Transformation Manager
  4. PMO Lead
  5. Agile Project Manager
  6. Technical Project Manager

Je genauer du suchst, desto weniger Müll bekommst du.

Für Tech und Data

Nutze:

  1. LinkedIn
  2. Honeypot
  3. Instaffo
  4. Wellfound
  5. direkte Karriereseiten
  6. GitHub Jobs gibt es so nicht mehr relevant, aber dein GitHub-Profil kann helfen

Wichtig: Schreib deinen Tech-Stack klar in den Lebenslauf.

Nicht nur „Backend Development“, sondern:

  1. Java
  2. Spring Boot
  3. Kubernetes
  4. AWS
  5. PostgreSQL
  6. Kafka
  7. Terraform

Recruiter suchen exakt nach diesen Begriffen. ATS-Systeme auch.

Für Handwerk, Pflege und soziale Berufe

Nutze:

  1. Bundesagentur für Arbeit
  2. Indeed
  3. regionale Portale
  4. StepStone, je nach Rolle
  5. direkte Arbeitgeberseiten

Bei Pflege, Kita, Handwerk und Technik zählt oft Geschwindigkeit. Ruf ruhig nach der Bewerbung an, wenn eine Telefonnummer angegeben ist.

Das ist nicht altmodisch. Das ist effektiv.

Für Remote-Jobs

Nutze:

  1. LinkedIn
  2. Otta
  3. Wellfound
  4. Remote OK
  5. We Work Remotely
  6. Firmen direkt

Achte auf „remote Germany“ statt nur „remote“. Viele Firmen erlauben Remote nur innerhalb bestimmter Länder wegen Steuern, Sozialversicherung und Arbeitsrecht.

Ein Remote-Job aus den USA klingt toll, aber wenn keine deutsche Payroll möglich ist, wird es schnell kompliziert.

Die häufigsten Fehler bei Jobportalen#

Hier kommt der Teil, der weh tut, aber hilft.

Fehler 1: Du bewirbst dich überall mit demselben Lebenslauf

Ein CV für alle Jobs klingt effizient.

Ist aber oft schlecht.

Du musst nicht jedes Mal alles neu schreiben. Aber du solltest die oberen 30 Prozent deines Lebenslaufs anpassen:

  1. Profiltext
  2. wichtigste Skills
  3. letzte Rolle
  4. relevante Erfolge
  5. Keywords aus der Stellenanzeige

Wenn SAP nach „Stakeholder Management“, „S/4HANA“ und „Change Management“ fragt, sollten diese Begriffe in deinem CV auftauchen, falls du sie wirklich mitbringst.

Fehler 2: Du suchst zu breit

„Manager Berlin“ ist keine Suche. Das ist Chaos.

Besser sind Kombinationen:

  1. „Customer Success Manager SaaS Berlin“
  2. „Senior Controller IFRS München“
  3. „Data Analyst SQL Python Hamburg“
  4. „HR Business Partner München Automotive“
  5. „Product Manager Fintech Berlin“

Je genauer du bist, desto besser werden die Empfehlungen.

Fehler 3: Du ignorierst den Veröffentlichungszeitpunkt

Jobs, die seit 45 Tagen online sind, können noch offen sein. Oft sind sie es aber nicht mehr wirklich.

Priorisiere Anzeigen aus den letzten 7 bis 14 Tagen.

Wenn du spät dran bist, brauchst du einen stärkeren Hebel, zum Beispiel Kontakt über LinkedIn oder eine Empfehlung durch Mitarbeitende.

Fehler 4: Du vertraust nur auf „Einfach bewerben“

Quick Apply ist bequem.

Aber bequem ist nicht immer gut.

Wenn dir eine Stelle wichtig ist, geh direkt zur Karriereseite der Firma. Bewirb dich dort sauber, mit angepasstem CV und klarem Dateinamen.

Guter Dateiname:

Lebenslauf_Max_Mueller_Product_Manager.pdf

Schlechter Dateiname:

CV_final_neu2_wirklichfinal.pdf

Ja, wir waren alle schon da.

Fehler 5: Dein Profil ist für Recruiter unsichtbar

Auf LinkedIn und XING solltest du klar signalisieren, was du suchst.

Nicht schwammig:

„Offen für neue Herausforderungen.“

Besser:

„Offen für Senior Product Manager Rollen in B2B SaaS, Berlin oder remote Deutschland, Gehaltsziel ab €85k.“

Das spart allen Zeit. Auch dir.

Wie viele Portale solltest du wirklich nutzen?#

Bitte nicht 12 jeden Tag.

Das macht dich nur müde.

Nimm lieber ein System:

Täglich, 20 Minuten

  1. LinkedIn Jobs prüfen
  2. neue Alerts checken
  3. Top 3 Jobs speichern
  4. bei sehr passenden Jobs direkt bewerben

Zweimal pro Woche, 45 Minuten

  1. StepStone oder Indeed prüfen
  2. Firmen-Karriereseiten checken
  3. XING oder Spezialportal ansehen
  4. Bewerbungen nachfassen

Einmal pro Woche, 30 Minuten

  1. Suchbegriffe verbessern
  2. Jobagenten anpassen
  3. CV-Versionen prüfen
  4. Bewerbungsstatus tracken

So bleibst du dran, ohne jeden Abend in Jobportal-Doomscrolling zu enden.

Meine Empfehlung: Der beste Mix 2026#

Wenn du nur eine einfache Antwort willst, hier ist sie.

Für die meisten Büro- und Professional-Jobs

  1. LinkedIn
  2. StepStone
  3. direkte Firmen-Karriereseiten
  4. XING als Zusatz
  5. Jobware für erfahrene Profile

Für Einstieg und Quereinstieg

  1. Indeed
  2. Bundesagentur für Arbeit
  3. LinkedIn
  4. StepStone
  5. regionale Portale

Für Tech

  1. LinkedIn
  2. Honeypot oder Instaffo
  3. direkte Karriereseiten
  4. Wellfound für Startups
  5. StepStone als Zusatz

Für Mittelstand und traditionelle Firmen

  1. StepStone
  2. XING
  3. Jobware
  4. Bundesagentur für Arbeit
  5. Firmenwebseiten

Was du vor jeder Bewerbung prüfen solltest#

Bevor du auf „Absenden“ klickst, mach diesen Mini-Check.

  1. Passt der Jobtitel zu deinem Ziel?
  2. Sind die wichtigsten Keywords im Lebenslauf?
  3. Ist dein aktueller Job klar beschrieben?
  4. Sind Erfolge mit Zahlen drin?
  5. Ist die PDF sauber benannt?
  6. Gibt es eine direkte Karriereseite?
  7. Kennst du jemanden im Unternehmen?
  8. Ist das Gehalt realistisch?
  9. Ist die Anzeige frisch genug?
  10. Kann dein CV vom ATS gelesen werden?

Gerade Punkt 10 entscheidet häufiger, als viele denken.

Viele Unternehmen in Deutschland nutzen Bewerbermanagementsysteme. SAP nutzt natürlich eigene HR-Technologie, viele andere Firmen arbeiten mit Workday, Greenhouse, Lever, Personio oder SmartRecruiters.

Diese Systeme lesen deinen Lebenslauf automatisch aus. Wenn Formatierung, Spalten, Grafiken oder Icons stören, können wichtige Infos verloren gehen.

Fazit: Nicht mehr Portale, sondern bessere Nutzung#

Jobportale Deutschland 2026 sind nicht schlecht. Sie sind nur laut.

StepStone ist stark für Professionals. Indeed bringt Masse. LinkedIn ist Pflicht für Sichtbarkeit und Kontakte. XING lebt im deutschen Mittelstand weiter. Die Bundesagentur ist super für regionale, soziale und praktische Jobs. Spezialportale helfen dir, wenn du Tech, Startup oder Remote suchst.

Der Trick ist nicht, überall zu sein.

Der Trick ist, die richtigen 3 bis 5 Kanäle zu wählen, deine Suchbegriffe sauber zu setzen und deinen Lebenslauf so vorzubereiten, dass er sowohl Recruiter als auch ATS-Systeme überzeugt.

Wenn du gerade aktiv suchst, fang nicht mit 20 neuen Tabs an. Fang mit deinem CV an. Prüfe, ob er überhaupt sauber gelesen werden kann, bevor du ihn an SAP, BMW, Siemens, N26, Trade Republic, Personio oder Delivery Hero schickst.

Teste deinen Lebenslauf kostenlos mit dem JobRise ATS Checker: https://jobrise.io/de/free-ats-checker/

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Schick das der Person, die diese Woche das Interview hat.

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